Paintball die zweite, jetzt greifen wir an…

…. ok, Fazit nach dem ersten Mal: „ Paintball ist toll, das machen wir mal alle paar Monate“.

Die Realität sah anders aus. Nachdem es kein anderes Gesprächsthema mehr gab, unser Umfeld die Geschichten vom Kampf Mann gegen Mann schon in allen Varianten gehört hatte und wir mit einem Dauergrinsen durch die Gegend liefen, war relativ schnell klar, dass wir das zeitnah wiederholen müssen.
In der Gemeinschaft wurde kurz diskutiert, welche Location sich als nächstes über unsere Anwesenheit freuen darf.
Festgestellt wurde auch, das die Leihmasken Schrott sind. Also, kurz entschlossen, mal einkaufen fahren…
Endlich mal Shopping für Männer!!!!

Es blieb natürlich nicht bei der besagten Maske, sondern es wurden auch noch andere Kleinigkeiten wie Uniformen, Schuhe, Handschuhe, Halstücher, Mützen, etc. gekauft.
Bei der Uniform war bei mir die Notwendigkeit gegeben, da ich mich in keinster Weise mit dem besagten Häschenkostüm anfreunden konnte.

Leider lief es bei manchen doch etwas aus dem Rahmen, denn es wurden auch noch Markierer, Battlepacks und Potts angeschafft. Ja, ich gehöre auch zu den Gestörten der ersten Stunde.

Ok, Kleidung da, Markierer da, Maske passt, kann los gehen. Wenigsten hebt man sich so optisch nicht mehr von den anderen „Anstaltsflüchtlingen“ ab.

Der Tag des neuen Einsatzes war gekommen, die Nacht war kurz und schlaflos. Diesmal wusste man was kommt und hatte schon einen Plan.
Treffpunkt 9.00 Uhr Parkplatz Reitanlage.

Also Wecker auf 7.00 Uhr gestellt (willst ja nicht verschlafen).

5.00 Uhr. Wach im Bett gelegen…

6.00 Uhr. Ich steh mal lieber auf, schlafen geht eh nicht mehr. Kannst ja in Ruhe frühstücken und Dich langsam fertig machen.

6.15 Uhr. Ausgiebig gefrühstückt.

6.20 Uhr. Fertig mit der Morgenwäsche incl. Duschen, Haare waschen, Zähne putzen, 3 mal auf dem Topp. Läuft ja! Ok, hast noch Zeit. Lächerliche 2.30 Std. Wer hat eigentlich den Termin so spät angesetzt? Mist, war ich selber.. Also noch mal einen Kaffee, Fernseher an und die Ruhe vor dem Sturm genießen.

8.00 Uhr. Jetzt wird’s aber Zeit. Fahrzeit zum Treffpunkt ca.5 min. Wird schon verdammt knapp.
Ich ziehe mal in aller Ruhe meine Klamotten an und bringe schon mal die Ausrüstung zum Auto…

8.10 Uhr. Es ist alles verstaut, die Uniform sitzt wie eine zweite Haut. Im wahrsten Sinne.. Hat die schon wieder jemand zu heiß gewaschen? Der Verkäufer im Laden hat gesagt, dass das das Größte ist was er hat. So groß bin ich doch gar nicht? Egal, wenn man sich schon zu Deppen macht, dann wenigstens mit Stil..

8.15 Uhr. Noch schnell von der schlafenden Frau verabschieden (zum Glück bleibt Gelächter und Fetischkommentare erspart) und ab zu den Kameraden auf die Anlage.

8.20 Uhr. Erster, komisch, haben die anderen verschlafen? Egal kann man sich die Pracht mal im Freien anschauen und schon Begrüßungen der Nachzügler üben. Dabei fällt auf, dass die Angestellten der Reitanlage bei diesem imposanten Anblick ein Lächeln ins Gesicht bekommen. Sieht jedenfalls bei der Entfernung so aus…

8.45 Uhr. Endlich, am Horizont erscheinen bekannte Fahrzeuge, Freunde! Kameraden! Genossen! Ich bin nicht mehr allein! Die anderen sehen ähnlich martialisch aus. Ein Lächeln in den Gesichtern, die Uniformen mit Stolz getragen, die neuen Markierer wie Trophäen präsentiert.
Das Leben ist schön!!!!

Also, alle Mann in die Fahrzeuge und auf dem Weg zur Kampfschauplatz noch mal kurz an die Tanke, um Kippen und Bier zu holen. Ok, die Bedienung hatte sich den Tagesbeginn garantiert auch anders vorgestellt. 10 Mann in Uniform kommen in den Shop, plündern das Bierregal, grinsen wie blöd und „fachsimpeln“ über Kampfstrategien und Taktiken (in der Zwischenzeit sind sie an uns gewöhnt..).
Jetzt wird’s aber Zeit. Also Gas und nur keine Zeit mehr verlieren. Angekommen an der Anlage mussten wir feststellen, dass diese erst um 10.00 Uhr aufmacht. Super, 30min warten. Egal, ist ja heute nicht das erste Mal.
Punkt 10.00 Uhr geht es endlich los. Allmählich treffen auch die anderen Spieler ein. Zum ersten Mal fallen wir nicht mehr auf… Anders als bei der Anlage in Garzau gibt es in Löhme keine Leihkleidung. Allerdings gibt es eine Männer-Uniform-Boutique (Kleiderständer), wo man sich passende Schutzkleidung zu Schnäppchenpreisen kaufen kann. Schön zu wissen….
Ansonsten kann man sich auch nicht beschweren. Die Plätze sind gepflegt und schön ausgestattet.
So steht einem ausgiebigen Spieltag nichts im Wege. Ein Highlight ist auf jeden Fall die „Halle der Schmerzen“. Auf Grund der Tatsache, dass es sich um eine alte Reithalle handelt, in der Hindernisse aufgestellt wurden, ist nur ein sehr schnelles und teilweise schmerzintensives spielen möglich.

Resume des Tages: Kleine, nette Anlage, die sich als unsere Lieblingsanlage etabliert hat. Wir versuchen jedenfalls oft hier zu spielen.

Nach diesem Tag war klar, das wir das Ganze ausbauen müssen.
Also öfter spielen gehen (eigene Markierer und Ausrüstung muss sich ja lohnen)
Verschiedene Anlagen ausprobieren
Verschiedene Spielvarianten ausprobieren
Interessierte aus dem Freundes- und Bekanntenkreis für Paintball begeistern.

Und natürlich einen Namen für unsere Gruppe suchen. Auf Grundlage des Fussballclubs blieb nach der Abstimmung nur einer übrig:

1 PC Vorwärt-Rückwärts-Torpedo-Münchehofe

 

Bildschirmfoto 2015-05-31 um 17_opt

Schreib einen Kommentar